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Die ambulant erworbene Pneumonie (CAP) ist eine Volkskrankheit: Allein in Deutschland erkranken schätzungsweise 800.000 Menschen pro Jahr daran, knapp ein Drittel davon muss ins Krankenhaus aufgenommen werden. Damit führte die ambulant erworbene Pneumonie häufiger zur stationären Aufnahme als Herzinfarkt (ca. 130.000 Aufnahmen) und Schlaganfall (ca. 160.000 Aufnahmen).

Die durch die Erkrankung entstehenden Kosten dürften mehr als 500 Mio. Euro pro Jahr betragen. Die Sterblichkeit liegt im Schnitt bei 6–8 %, kann bei schweren Begleiterkrankungen jedoch bis zu 20 % betragen. Damit ist die Pneumonie zur Zeit die sechsthäufigste Todesursache in Deutschland.

Die nosokomiale Pneumonie stellt die häufigste Todesursache unter den Krankenhausinfektionenen dar. Pro Jahr treten etwa 200.000 Fälle auf, bei Patienten auf der Intensivstation beträgt die Sterblichkeit bis zu 50 %, etwa die Hälfte hiervon ist direkt auf die Pneumonie zurückzuführen.

Schließlich spielen zunehmend opportunistische Erreger wie Pneumocystis carinii oder Cytomegalie-Viren bei der wachsenden Zahl immundefizienter Personen eine Rolle, so dass nicht nur Spezialisten in Transplantations- und HIV-Ambulanzen, sondern auch Ärzte, die Patienten mit rheumatologischen und onkologischen Erkrankungen behandeln, häufiger mit Pneumonieerregern konfrontiert sind.
Wir haben diese CD erstellt, um die Fülle an Daten zur Pneumonie für den vielbeschäftigten Kliniker übersichtlich aufzuarbeiten und schnell verfügbar zu machen, ohne die Papierberge auf dem Schreibtisch unnötig zu erhöhen.

Durch die Verlinkung besteht eine dreidimensionale Struktur, die eine rasche Beantwortung Ihrer Fragen ermöglicht. Durch die »kasuistische« Herangehensweise mit umfangreichem Bildmaterial ist die CD auch für den Studentenunterricht oder für Fortbildungen geeignet.

Die Dokumentation und erfolgreiche Behandlung der in dieser CD beschriebenen Infektionen wäre ohne die enge Zusammenarbeit mit der Mikrobiologie nicht möglich gewesen. In diesem Zusammenhang möchten wir uns besonders bei Prof. Solbach und den Mitarbeitern des Inst. f. Mikrobiologie des UKSH Campus Lübeck sehr herzlich bedanken. Wir danken auch Herrn Prof. Hinrich Hamm, Chefarzt der Asklepios Nordseeklinik Sylt für seinen Beitrag.

 

Jörg Braun, Klaus Dalhoff